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Calisthenics im Winter

Calisthenics im Winter

„Calisthenics im Winter? Wie soll ich denn bei der Kälte draußen trainieren? Den Winter über mache ich Pause und fange dann
im Frühling einfach wieder an..“

„Calisthenics im Winter… Da werde ich ja nur krank, wenn ich bei den Temperaturen draußen Sport treibe…!“

„Heute ist zu kalt draußen. Vielleicht ist es ja morgen wieder etwas wärmer.“

So oder so ähnlich werden wahrscheinlich viele deiner Verwandten und Bekannten argumentieren.

Bei vielen Sportarten ist man sehr flexibel bei der Wahl der Trainings-Location.
Spielt man gerne Fußball, geht’s ab in die Halle.

So wird der Winter umgangen.

Meiner Meinung nach werden manche Sportarten durch die unterschiedlichen Jahreszeiten und Temperaturen aber erst so richtig interessant!

Es wäre doch langweilig, immer nur bei purem Sonnenschein und 25 Grad laufen zu gehen.

Es bringt sehr viel Abwechslung, auch bei Schnee oder
Regen zu laufen.

Oder wenn die Blätter im Herbst von den Bäumen fallen und sich der Wald in wunderschönen Farben zeigt.


Einige Sportarten werden ausschließlich Indoor ausgeübt, weshalb über dieses scheinbare Problem überhaupt nicht nachgedacht werden muss.

Wie trainiere ich denn im Winter am besten Calisthenics?

Entweder…

…du verschiebst das Training nach drinnen. Sei es in einem Fitnessstudio oder (sofern das nötige Equipment vorhanden ist) einfach zu Hause in den eigenen vier Wänden.

Oder…

…da im Winter wenig die Sonne scheint, nutzt du die Zeit draußen, um wenigstens ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen.


Du überwindest also deinen inneren Schweinehund und begibst dich nach draußen an den Trainingsort, an dem du sonst auch immer trainierst.


Glaub mir, nach dem Training wirst du dich unglaublich gut fühlen, weil dein Wille und deine Motivation sich gegen dein „gemütliches Ich“ durchgesetzt haben und du durchgezogen hast, was du dir vorgenommen hast.


Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage, dass dir eines Tages das Training im Winter sogar sehr viel Spaß machen wird.


Du musst nur mit dem richtigen – wie man heute so schön sagt – „Mindset“ an die Sache herangehen.


Sprich, du musst entschlossen sein und dich trauen, aus deiner Komfortzone heraus zu kommen.

Vorteile


-Du wirst willensstärker und entschlossener, deine gesetzten Ziele zu erreichen (… wenn du bei der Kälte schon draußen trainierst… 😉


-Nicht nur der Sport profitiert davon. Unter anderem auch dein Job und dein soziales Auftreten, da dein Selbstbewusstsein stärker wird.


-Mit der Zeit wird sich dein Immunsystem durch die Kältereize verbessern


-Deine Lunge wird sich sehr gut anpassen und es fällt leichter, kalte Luft zu atmen


-Wenn du aus dem Haus gehst, wird die Kälte dich nicht mehr überraschen


-Deinem Körper wird es leichter fallen, im Winter eine optimale Körpertemperatur zu halten


-Deine Fettverbrennung wird angekurbelt (Stichwort aktive Pause, siehe weiter unten)


-Nach Absolvieren des Trainings wird deine Motivation riesengroß sein


-Deine Muskeln erholen sich gefühlt schneller zwischen den Sätzen (das ist mein persönliches Empfinden und ohne wissenschaftlichen Hintergrund)

Bei all den Vorteilen gibt es allerdings schon…

…einige Dinge, auf die du achten musst:


Missachtest du diese, holst du dir sehr schnell eine Erkältung oder Verletzung, die dich dann wieder sehr weit
zurückwerfen wird in deiner Entwicklung.


Die nun aufgeführten „Regeln“ sind aber kein Hexenwerk. Manche sind sehr logisch und werden von den meisten Menschen bei Kälte automatisch umgesetzt.

Mehrere Schichten Kleidung anziehen

Wenn du nach draußen gehst, sollte dir nicht warm sein.
Kein Spaß! Dir sollte leicht kalt sein, denn durch den Sport heizt du dich stark auf.
Mit dicken Klamotten wird dir schnell zu warm und du überhitzt.
Am besten trägst du als unterste Schicht Funktionsunterwäsche, die trocknet schnell ab und kühlt dich nicht aus.
Sachen aus Baumwolle als unterste Schicht bleiben nass und werden kalt!
Winddichte Jacken sind auch super.

Ich persönlich trage am Oberkörper drei Schichten. Funktionsunterwäsche, Kapuzenpulli und eine Windjacke bzw. einen zweiten Pulli.
Am Unterkörper zwei Schichten. Lange Unterhose und eine lange Jogginghose darüber.

Mütze, Handschuhe, Schal

Über den Kopf wird die meiste Wärme vom Körper abgegeben.
Deshalb ist es sehr wichtig, eine Mütze oder ein Stirnband zu tragen.
Alternativ funktioniert die Kapuze vom Pullover auch. Das musst du für dich selbst herausfinden, was am bequemsten für dich ist.

Außerdem sind Handschuhe essentiell.
Gerade bei Calisthenics, wo die Kraft unserer Muskeln immer von den Händen weitergeleitet wird, musst du für passenden Schutz sorgen.
Klimmzugstangen z.B. sind bei kalten Temperaturen oder auch manchmal schon bei Regen noch kälter als die Außentemperatur und somit sehr unangenehm anzufassen.
Je nach Temperatur und eigenem Kälteempfinden würde ich empfehlen, zu fingerlosen oder kompletten Trainingshandschuhen bis hin zu Skihandschuhen zu greifen.

Sehr nützlich kann zudem ein dünner Schal sein. Er schützt den Hals noch einmal zusätzlich vor Kälte und kann bei Temperaturen unter Null Grad auch als Mundschutz genutzt werden.
Die Atemwege reagieren extrem empfindlich bei sehr kalter Luft, die du einatmest.

Nichts ausziehen

Hast du dich für deine Kleidung entschieden, dann bleib dabei!!
Ziehe nicht während dem Training deinen Pulli oder deine Mütze aus, weil dir zu warm ist.
Dann hast du eine Erkältung schon so gut wie sicher in der Tasche.
Lerne daraus und zieh beim nächsten Workout lieber erst einmal weniger an.
Zusätzliche Sachen anziehen ist gar kein Problem.

Genug trinken

Vergiss nicht, genug zu trinken. Auch wenn du nicht so schwitzen wirst wie sonst. Das kann auch gerne mal ein warmer, aber nicht mehr heißer Tee sein.
Gerade nach dem Training finde ich persönlich einen Tee unglaublich entspannend.

Warm machen

Ein Warm-up ist, wie vor jedem anderen Training auch, sehr wichtig. Noch wichtiger wird es bei kalten Temperaturen, da die Muskulatur bei Kälte leicht verkrampft und steif wird.
Mach dich also gemächlich warm und steigere die Intensität langsam.

Warm bleiben

Zwischen den Sätzen sollst du dich etwas erholen, das ist klar. Bedeutet aber nicht, dass du dich hinsetzen und warten sollst. Bleibe in Bewegung, damit deine Muskeln nicht direkt wieder kalt werden,
und du dich womöglich im nächsten Satz verletzt.

Sei es Armkreisen, Hampelmänner, Schattenboxen oder auch nur auf der Stelle tänzeln. Dir wird da schon was einfallen.

Vielleicht auch einfach Supersätze absolvieren 😉

Atmung

Versuche, durch die Nase und nicht durch den Mund zu atmen.
Die Nase wärmt die Atemluft an und befeuchtet sie. Durch den Mund geht die kalte, trockene Luft direkt in die Lunge und reizt sie.
Bronchien und die Schleimhäute der Atemwege ziehen sich zusammen und der Sauerstoff wird schlechter aufgenommen.

Sollte es in der Lunge anfangen zu brennen, brich das Training für den Tag lieber ab. Ansonsten riskierst du Reizhusten, Bronchitis oder im schlimmsten Fall sogar eine Lungenentzündung.

Übertreib es nicht

Trainier im Winter draußen am Besten nicht an deiner Belastungsgrenze.
Dein Körper leistet allein durch das Warmhalten extrem viel.
Achte ein bisschen darauf und stress deinen Körper nicht zu arg.
Taste dich langsam heran, wie viel du leisten kannst und steigere auch hier die Intensität allmählich.

Fazit:

Wenn du das ganze Jahr über trainieren möchtest, musst du dir natürlich Gedanken machen, wie du dein Training in den Wintermonaten gestaltest.


Nun entscheidest du für dich selbst, ob du die Option, draußen zu trainieren, nutzen möchtest oder auch nicht.
Wenn du in einem Fitnessstudio angemeldet bist oder anderweitig lieber drinnen trainieren willst, ist das auf keinen Fall falsch.
Du musst nicht draußen trainieren. Die Hauptsache ist, dass du dein Training nicht schleifen lässt.
Allerdings solltest du es wenigstens in Erwägung ziehen oder es sogar einmal ausprobieren, Calisthenics im Winter draußen auszuüben.


Vorher lässt sich meiner Meinung nach schwer darüber urteilen.

Da ich auch in einem Fitnessstudio angemeldet bin, wechsle ich ab. Mal drinnen und mal draußen. Das ergibt für mich eine gute Mischung und ich kann mich auf beides freuen.
Wie oft schon gesagt: Probier‘ es einfach mal aus! 😉

Auf dass dir dein Training die kalten Tage wärmer macht!

Dein Luka von LuCalisthenics

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