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    Calisthenics Lehren – 5 Dinge, die ich durch Calisthenics gelernt habe

    Calisthenics

    Seit nun ungefähr 2,5 Jahren betreibe ich regelmäßig Calisthenics. Meine Art von Krafttraining hat sich grundlegend geändert. Habe ich früher ausschließlich mit Gewichten trainiert, fokussiere ich mich nun auf Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Ab und an greife ich noch zu Gewichten, das ist aber eher die Ausnahme.

    Innerhalb dieser 2,5 Jahre gab es viele Höhen, aber auch einige Tiefen, in denen es nicht so gut lief. Der Weg ist das Ziel, daher versuche ich immer, das Beste aus allem zu machen.

    Durch Calisthenics habe ich sehr viele Dinge über mich gelernt. Ich habe auch viel dazugelernt und manche Grundsätze, an die ich früher glaubte, über den Haufen geworfen.

    Heute möchte ich über 5 Dinge sprechen, die ich durch Calisthenics gelernt habe. Vielleicht kannst du dich damit auch identifizieren und einen Nutzen aus meinen Erkenntnissen ziehen.

    Viel Spaß!

    #1 Jeder Mensch ist anders

    Wer kennt das nicht… Du gehst ins Fitnessstudio und siehst diesen brutalen Typen, der komplizierte Übungen trainiert. Bei ihm sieht es sehr leicht aus, daher denkst du dir, das schaffst du auch. Solltest du es dann nicht schaffen, bist du demotiviert (super wäre natürlich, wenn dich das total motivieren würde!). Dabei weißt du nicht viel über diesen Menschen…

    Vielleicht trainiert er schon seit 15 Jahren an dieser Übung. Vielleicht wiegt er weniger, hat einen kleineren Hebelarm und kann diese Übung daher leichter ausführen. Vielleicht ist er ehemaliger Turner und hat deshalb eine unglaubliche Körperspannung. Ebenso kann es gut sein, dass er genetisch bedingt schon sehr sportlich ist.

    Die Variablen sind vielseitig. Vergleich dich nicht mit anderen. Hol dir Motivation, aber vergleiche dich nicht. Jeder geht seinen eigenen Weg.

    Das Ziel sollte sein, in jedem Training etwas besser zu sein als im Training davor. Miss dich an deinen eigenen Erfolgen und versuche dich Tag um Tag zu steigern. Dann bist du auf einem guten Weg 🙂

    #2 Consistency is key

    Nichts ist im Kraftsport wichtiger, als Kontinuität. Das habe ich anhand meines Handstandtrainings extrem gut gemerkt.

    Anfangs scheiterte ich kläglich. Nichts war da, nicht ausreichend Kraft in den Schultern, keine Körperspannung, keine Beweglichkeit oder Balance. Es schien unmöglich.

    Doch ich bin drangeblieben. Ich habe nicht aufgegeben und ungefähr 1,5 Jahre später habe ich dann endlich einen Handstand frei halten können.

    So wird das auch dir ergehen. Egal, was du dir selbst für Ziele steckst. Bleibst du am Ball und arbeitest Woche für Woche darauf hin, wirst du sie erreichen. Garantiert! Auch wenn es teilweise einen Haufen Disziplin und Wille erfordert..


    „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem kleinen Schritt.“

    Laotse, chinesischer Philosoph
    Calisthenics

    #3 Dicke Muskeln zu haben bedeutet nicht automatisch, stärker zu sein

    Stellst du zwei Menschen nebeneinander, ein Bodybuilder und ein Kletterer, wen würdest du als stärker bezeichnen?

    Angenommen, du wüsstest nicht, was beide für Sportarten ausüben. 95% der Menschen würden den Bodybuilder als stärker bezeichnen. Weil es sein Trainingsziel ist, voluminös und massiv auszusehen!

    Kraft ist vielseitig. Der Kletterer beispielsweise hat eine unglaubliche Griffkraft und Kraftausdauer. Der Bodybuilder würde das nicht schaffen, was der Kletterer macht. Beide sind auf ihre Art und Weise stark, bezogen auf die jeweilige ausgeübte Sportart.

    Genauso sind Calisthenics-Athleten oftmals weniger massiv als Athleten, die mit Gewichten trainieren. Wie schon oft erwähnt, sind die Übungen mit dem Körpergewicht leichter, je weniger man wiegt. Daher ist es selten das Ziel, viel Masse aufzubauen. Eher kleinere, kompakte Muskelpakete sind angesagt.

    Somit finde ich es schwierig, jemanden als „schwächer“ bzw. „stärker“ zu bezeichnen, nur weil die Person optisch mehr bzw. weniger voluminöse Muskeln hat.

    #4 Beweglichkeit und Stretching ist wichtig

    Dies war wohl die schmerzhafteste Erfahrung, die ich machen musste. Leider habe ich zu meinen „Pumper-Zeiten“ das Stretching und die Übungen für Mobilität komplett vernachlässigt.

    Einfach gesagt, ich habe meine Muskulatur überhaupt nicht gedehnt. Und gleichzeitig wie ein verrückter trainiert, was die Muskulatur zusätzlich verkürzt hat.

    Das muss ich jetzt ausbaden. Als ich mit Calisthenics anfing, fiel mir dieser Mangel an Beweglichkeit erst so richtig auf. Ich konnte teilweise Übungen überhaupt nicht ausführen.

    Ich dehne mich nun jeden Tag, habe meine Defizite aber noch lange nicht aufgeholt. Es ist schon sehr viel besser geworden, doch merke ich bei einigen Übungen, dass ich noch beweglicher werden muss.

    Denke am besten von Anfang an daran, deinen Körper regelmäßig zu stretchen, dann musst du später keine Defizite ausgleichen und kannst aus dem Vollen schöpfen.

    Calisthenics

    #5 Muskelaufbau ist auch ohne Gewichte möglich

    Zu diesem Thema habe ich vor einiger Zeit schon einen eigenen Beitrag veröffentlich, trotzdem sollte diese Erkenntnis in meiner Liste nicht fehlen.

    „Schwere Grundübungen, und zum Ausbrennen der Muskeln am Ende noch Isolationsübungen. So funktioniert Muskelaufbau. Und nicht anders.“ Das war meine Meinung damals..

    Versteh mich bitte nicht falsch, diese Art zu trainieren ist super für Muskelaufbau! Nur eben nicht die einzige Variante. Es gibt unzählige!

    Probiere verschiedene Arten aus und versuch die für dich geeignetste zu finden!

    Kombinationen aus verschiedenen Kraftsportarten sind meiner Meinung nach ideal, da du auf diese Art und Weise verschiedenste Reize setzt und deine Muskulatur immer wieder vor neue Herausforderungen stellst.

    Fazit „Calisthenics Lehren“

    Ich habe für mich die Sportart Calisthenics gefunden. Und damit bin ich super zufrieden!

    Ab und an gehe ich Bouldern, praktiziere Yoga und fahre Fahrrad. Ja, das ein oder andere Gewichtstraining ist auch dabei 😉

    All das fügt sich zu einem Gesamtpaket zusammen, das sich super ergänzt, wie ich finde. Das wichtigste ist, dass du Spaß bei dem hast, was du machst!

    Mit diesem Beitrag wollte ich dir zeigen, wie wichtig ich es finde, manchmal die Perspektive zu ändern. Nicht immer nur stur aus einer Richtung auf etwas zusteuern. Ruhig auch mal neue Einflüsse zulassen und dann schauen, welchen positiven Dinge du daraus ziehen kannst.

    In diesem Sinne, bis dann!

    Dein Luka von LuCalisthenics

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