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    Ghana 2019 – Ein etwas anderer Urlaub

    Ghana

    Frisch aus dem Urlaub kommend und braun gebrannt, dachte ich mir, dass der nächste Beitrag über die Reise an sich sein sollte.

    Gerade, weil Ghana nicht zu den Reisezielen gehört, an das man als Erstes denkt.

    Ich werde LuCalisthenics nun nicht zu einem Reiseblog umwandeln. Es wird weiterhin ein Calisthenics-Blog bleiben.

    Ein Beitrag aus der Reihe finde ich aber in diesem Fall eine sehr gute Idee, da die 15 Tage sehr interessant und voller Erfahrungen waren.

    Viel Spaß!

    1. Reiseziel: ACCRA

    Die Hauptstadt Ghanas mit ungefähr 2,5 Mio. Einwohnern.

    Von Frankfurt ging es früh morgens zuerst mit Lufthansa nach Brüssel und von dort mit Brussels Airlines weiter nach Accra.

    Die reine Flugzeit betrug ungefähr 7 Stunden. Vor der Reise musste ich mir ein Touristenvisum (Kostenpunkt: 110€) besorgen, welches bei der Passkontrolle gründlichst kontrolliert wurde.

    Außerdem war eine Gelbfieberimpfung vorzuweisen, weshalb auch der Impfpass immer griffbereit sein musste.

    Da ich noch 2-3 Stunden auf zwei Freunde warten musste, entschied ich mich dazu, vor dem Flughafengebäude zu warten, um dann gemeinsam zum gebuchten Hostel zu fahren.

    In dieser Zeit zeigte sich auch schon die Mentalität und Offenheit der Ghanaer.

    Viele kamen auf mich zu, stellten Fragen zu Herkunft & Beruf und waren sehr interessiert, ein Gespräch aufzubauen.

    Dadurch gestaltete sich die Wartezeit sehr kurzweilig und ehe ich mich umsehen konnte, standen auch schon meine Freunde vor mir und wir fuhren zum Hostel.

    Da die Hitze (tagsüber ca. 35 Grad, nachts ca 30 Grad) uns allen sehr zu schaffen machte und wir alle von der Reise erschöpft waren, gingen wir früh ins Bett um fit für den nächsten Tag zu sein.


    Tag 1:

    An diesem wollten wir uns erst einmal ein Bild von der Stadt machen, also fuhren wir mit Uber (sehr verbreitet in Accra) in den Stadtteil Jamestown und anschließend zum Arts Centre Market.

    Auf dem Markt angekommen, kamen direkt ein Dutzend Verkäufer und „Hawker“ (so nennen sich die Straßenverkäufer) auf uns zugestürmt, um ihre Waren zu verkaufen.

    Das hatten wir nicht erwartet.

    Anfangs überfordert von der Situation, bahnten wir uns einen Weg über den Markt, wurden aber pausenlos von der Seite angesprochen und aufgefordert, in verschiedene Läden hineinzuschauen.

    Da brauchten wir schon ein dickes Fell und mussten hartnäckig bleiben, ansonsten wären wir mit Trommeln und Souvenirs überschüttet worden.


    Da wir nicht mit einem großen Plan angereist sind und alles recht spontan halten wollten, sind wir nachmittags dann noch ins Tourism Center gegangen, wo uns die nächste Überraschung erwartete.

    Anstatt mit 100 Flyern und Gutscheinen abgefertigt zu werden, fanden wir uns nach ein paar Minuten im Büro des Facility Managers wieder.

    Mühevoll arbeiteten drei Mitarbeiter einen Plan für 2 Wochen aus, mit verschiedenen Sehenswürdigkeiten, National Parks und Touren.

    Wir waren die einzigen dort, weshalb sehr viele Mitarbeiter mit im Büro standen und jeder von ihnen Tipps und Verbesserungsvorschläge in die Menge rief.

    Ein wahres Schauspiel. So habe ich das vorher noch nicht erlebt 😀


    Tag 2:

    Ghana
    Shai Hills

    Am nächsten Tag machten wir uns auf in Richtung „Shai Hills Nature Reserve“, etwa 90 Minuten Autofahrt nordöstlich von Accra.

    Dort gingen wir mit einem Guide und unserem Uber-Fahrer wandern.

    Auf einen Berg mit einer grandiosen Aussicht, durch eine Höhle mit unglaublich vielen Fledermäusen und letztenendes auf einen großen Felsen, von dem aus wir die vielen Antilopen und Paviane beobachten konnten.

    Und das alles bei 35 Grad. Ich glaube, ich habe noch nie so geschwitzt wie an diesem Tag…


    Das lustige an dieser Geschichte ist unser Uber-Fahrer:

    Mit Anzugshose und schicken Schuhen vermutete er anfangs wahrscheinlich, dass er uns nur ein paar Minuten in Accra herumfahren muss.

    Wir handelten dann einen Deal mit ihm aus, dass er uns am Ende des Tages wieder mit zurück nimmt und – da wir während der Tour auch ein Auto benötigten – uns im Nature Reserve von A nach B bringt.

    Da er ein total cooler Typ war, kam es so, dass er auch die Wanderungen mitmachte und wir zusammen mit unserem Guide einen Riesenspaß hatten.

    Am Ende war er so kaputt, dass wir beschlossen, ihn noch zum gemeinsamen Abendessen einzuladen, um den Tag ausklingen zu lassen.

    Da hatte er zuhause seiner Frau bestimmt eine sehr gute Geschichte zu erzählen.


    Tag 3

    Dieser Tag sollte etwas ruhiger werden, da wir alle noch sehr kaputt vom Tag davor waren.

    Wir beschlossen, einen Tag am Strand zu verbringen und zu entspannen.

    Labadi Beach hieß unser Ziel.

    Leider war der Strand recht dreckig. Sehr viel Plastik lag herum und selbst im Meer schwamm Müll…


    Ich trainierte etwas an meinem Handstand. Doch nicht lange alleine.

    Nach ein paar Minuten kamen zwei Ghanaer dazu und zeigten ihre Skills.

    Der eine gab mir eine Capoeira-Trainingseinheit und der andere zeigte mir ein paar Handstandvariationen.

    So trainierten wir zusammen und hatten dabei sehr viel Spaß. Wieder ein Zeichen für die unglaubliche Offenheit der Ghanaer.


    Abends fuhren wir dann zum Flughafen, um unseren Freund abzuholen, der erst ein paar Tage später Urlaub bekommen hatte.

    Die Bande war komplett, und wir konnten den nächsten Tag planen.

    2. Reiseziel: CAPE COAST

    Ghana
    Cape Coast

    4.+5. Tag

    Unser zweiter Stop auf der Reise war Cape Coast, eine Küstengegend 2.5h Fahrt westlich von Accra. Wir ließen uns aus Bequemlichkeit mit dem Taxi dort hin fahren, welches uns 150 Cedi (umgerechnet ca 25€) kostete.

    In Deutschland hätten wir für diesen Preis vielleicht 10 Minuten fahren können, wenn überhaupt 😀

    Dort angekommen, besichtigten wir das Cape Coast Castle, eine ehemalige Festung, in der Sklavenhandel betrieben wurde.

    Ansonsten war Strand und braun werden angesagt.

    Ghana
    Cape Coast Sunset

    Nachts wachten wir irgendwann auf, da es draußen heftig regnete und die Tropfen durch das Wellblech unglaublich laut waren.

    Gott sei Dank, denn wir bemerkten, dass das Dach ein Loch hatte und es in unser Zimmer regnete. So konnten wir schnell unsere Rucksäcke in Sicherheit bringen, bevor sie komplett durchnässt waren.

    Am Ende fanden wir es alle lustig und waren froh, dass nicht viel Schaden entstanden ist.


    Am nächsten Morgen machten wir uns sehr früh auf die Socken in Richtung Kakum National Park, der auf uns mit einem bis zu 60m hohen Canopy Walk über den Baumwipfeln wartete.

    Dort kann man tatsächlich auf in eigens dafür gebauten Baumhäusern eine Nacht verbringen, um das Tierleben in der Nacht zu beobachten. Das wäre auf jeden Fall eine Idee für den zweiten Ghana-Besuch…

    Ghana
    Kakum NP

    3. Reiseziel: BUTRE BEACH

    Ghana
    Hideout Lodge am Butre Beach

    5.-7. Tag

    Durch einen heißen Tipp zog es uns anschließend weiter nach Westen zum Butre Beach, ganz in der Nähe des Dorfes Takoradi.

    Dort war es wie im Paradies.

    Unser Hostel „Hideout“ war sehr abgelegen, wir hatten einen Bungalow direkt am Meer und außer uns waren nicht sehr viele anderen Leute dort.

    Entspannung pur!

    Die Anfangs geplanten zwei Nächte erweiterten wir auf drei.

    Wir spielten Volleyball, gingen Bodysurfen und ließen die Seele baumeln.

    Mit Abstand der entspannteste Teil unserer Reise.


    Am 7. Tag machten wir einen Ausflug zum bekannteren Busua Beach.

    Dieser war durch eine 1-stündige Wanderung durch ein Dorf und einen dicht bewachsenen Wald zu erreichen.

    Letzteren sollten wir auf den Rat mehrerer Leute nur mit der Begleitung eines Einheimischen durchqueren, da in diesem scheinbar „böse Männer“ lauerten, die Touristen überfallen und ausrauben.

    Ob diese Story wahr ist oder nicht, wissen wir bis heute nicht. Vielleicht war sie auch nur erfunden, um einen Grund zu haben, für die Leistung ein paar Cedi verlangen zu können.

    Am Strand angekommen, liehen wir uns alle für zwei Stunden ein Surfboard aus. Vor ungefähr 8 Jahren das erste Mal probiert, lief es bei mir ziemlich gut und ich schaffte es sogar das ein oder andere Mal bis zum Strand.

    Es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten danach zwar alle trotz mehrmaligen Eincremens einen Sonnenbrand, aber das war es auf jeden Fall wert.

    Auf dem Rückweg gingen wir ohne Guide durch den Wald. Wir wurden zum Glück nicht ausgeraubt 😉

    4. Reiseziel: HOHOE

    8.Tag

    Der entspannteste Teil ging danach übergangslos zum anstrengendsten der Reise über: Die Fahrt nach Hohoe, eine Stadt in der Volta-Region östlich des Volta-Stausees (größter von Menschenhand geschaffene Stausee der Welt!).

    Sie sollte uns den gesamten Tag kosten..

    Los ging es morgens per Taxi in das nächstgelegene Dorf Takoradi. Dort wartete unsere erste richtige Trotro-Fahrt auf uns.

    Zur Erklärung: Trotros sind die preiswertesten öffentlichen Verkehrsmittel in Ghana. Eng bestuhlte, umgebaute Lieferwagen oder Kleinbusse, in denen außer 16+ Personen auch Waren und manchmal Lebendvieh transportiert werden.

    Nachteil hier ist, dass ein Trotro erst losfährt, wenn jeder einzelne Platz besetzt ist.

    Wir mussten leider direkt 2h warten, bis dem so war.

    So kamen wir erst um 12 Uhr in Takoradi los. Unklimatisiert und nur durch den Fahrtwind erfrischt, gestaltete sich die Fahrt als sehr anstrengend.

    Die unzähligen Schlaglöcher und Bremsschwellen („speed bumps“) ließen einen Schlaf nicht zu und die enge Bestuhlung führte schon nach kurzer Zeit zu Knieschmerzen.

    Gott sei dank bin ich mit 1.72m nicht der Größte.
    Mein Kumpel mit 1.94m hatte da sicherlich noch mehr Probleme…


    Gegen 16.30Uhr kamen wir in Accra an, wo wir direkt in das nächste Trotro stiegen.

    Da wir wussten, dass es noch einige Zeit dauern würde, bis wir abfahren,
    gingen zwei von uns die Straßenstände entlang, um etwas fürs Abendessen zu finden. Wir entschieden uns für 4 Portionen Fried Rice, eine für jeden von uns.

    Nach weiteren 2h Wartezeit ging es gegen 19.00Uhr in Richtung Hohoe, was laut GoogleMaps noch einmal gute 4,5h von Accra entfernt war.

    Immerhin hatten wir etwas zu essen und die Müdigkeit wird uns schon irgendwann Schlaf geben. Dachten wir..

    Da der Verkehr in Accra unglaublich dicht ist (kann man wirklich mit keiner Stadt in Deutschland vergleichen, nicht einmal zur Rush-Hour), waren wir nach 1,5h immer noch nicht aus der Stadt draußen.

    Wir waren total genervt und erschöpft.

    Gegen 01.00Uhr nachts erreichten wir Hohoe. Während der Fahrt hatten wir uns schon ein Taxi organisiert, welches uns an der Trotro-Station aufsammelte und zum Hostel brachte.

    Endlich im Bett. Nach 16h Fahrt.

    Weshalb wir die ganze Strecke an einem Tag zurücklegen wollten?
    Wir dachten uns, lieber einen ganzen Tag opfern und ankommen, als zwei Mal einen halben Tag, an denen man von der restlichen Zeit auch nicht mehr viel hat.

    9.Tag

    Am nächsten Morgen ging es mir überhaupt nicht gut.

    Ich hatte Magen- und Verdauungsprobleme und außerdem starke Gliederschmerzen.
    In der Vergangenheit hatte ich immer am Anfang einer Krankheit Gliederschmerzen, das waren meist meine ersten Symptome.

    Ich befürchtete schlimmes…

    In Ghana ist Malaria recht weit verbreitet, und trotz meiner Malariaprophylaxe, die ich täglich einnahm, konnte ich angesteckt werden…


    Geplant für diesen Tag (und auch der Grund, warum wir überhaupt nach Hohoe gefahren sind) war eine Wanderung zu den Wli Waterfalls, der höchste Wasserfall in Westafrika.

    Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen.

    Zum Glück gab es zwei Wanderungen. Eine kurze, die „nur“ zu dem unteren Wasserfall und eine lange, die auf einen Berg zusätzlich zum oberen Wasserfall führt.

    Wir teilten uns in 2 Zweierteams auf, da ich nicht der einzige war, dem es schlecht ging.

    Die Wanderung dorthin war sehr anstrengend, da ich weder etwas essen noch viel trinken konnte. Details erspare ich dir hier 😀

    Ghana
    Wli Waterfalls

    Am Wasserfall angekommen aber zahlte sich die Bemühung aus. Ein wunderschöner Anblick. Bei purem Sonnenschein prasselte das Wasser in einen kleinen Naturpool und an den Klippen flogen hunderte Fledermäuse hin und her.

    Wir wollten uns natürlich sofort abkühlen. Ein Ghanaer ging mit uns ins Wasser und zeigte uns einen Weg durch das sehr steinige Becken, um unter den Wasserfall zu kommen.

    Das Wasser massierte unsere Haut und in diesem Moment dachte ich mir:

    „WOW! Was für ein geiles Gefühl! Gott sei Dank habe ich mich aufgerappelt und durch den Wald gekämpft!“

    Es war alle Strapazen wert. Auch die lange Fahrt am Tag davor war vergessen. Ich war einfach nur dankbar.

    Danach ging es mir viel besser. Ob es Einbildung oder tatsächlich so war, weiß ich nicht.

    Der Rückweg war durch die Abkühlung viel erträglicher und eine Cola konnte ich anschließend auch ohne Probleme trinken.


    Im Hostel angelangt, ging ich sofort schlafen, denn ich wollte unbedingt für die kommenden Tage wieder fit werden, um nichts verpassen zu müssen.

    Abends gab es eine leichte Tomatensuppe, um den Magen nicht gleich zu überfordern, aber trotzdem mit den nötigen Mineralien zu versorgen.

    Trotz den Krankheitsgefühlen war dieser Tag unglaublich und ich werde den Moment unter dem Wasserfall wahrscheinlich nie wieder vergessen!

    5. Reiseziel: KPONG/AKOSOMBO

    10. Tag

    Am darauffolgenden Tag war wieder eine Trotro-Tour angesagt, und zwar Richtung Süden, unser Ziel hieß Kpong.

    Diese Fahrt war, verglichen mit den Fahrten davor, recht entspannt. Wir mussten nicht allzu lange warten, bis es losging und die Fahrt war mit ca. 2h auch auszuhalten.

    Außerdem ist auch zum ersten Mal ein Tier mitgefahren, mein Nebensitzer nahm seine Ziege mit.

    Mir ging es glücklicherweise wieder einigermaßen gut, der Magen spielte zwar noch verrückt, aber immerhin waren die Gliederschmerzen weg.

    Grund unseres Trips nach Kpong war, langsam wieder in Richtung Accra zu kommen (von dort ging unser Rückflug am 26.03.) und vorallem
    der Besuch des Volta-Damms in der benachbarten Stadt Akosombo.

    Dieser speist den Volta-Stausee und erzeugt durch mehrere Turbinen einen
    Großteil des Energiebedarfs in Ghana.


    Wir wussten nicht, dass der Damm ab 17 Uhr keine Besucher mehr hereinlässt und so hatten wir extrem Glück, dass der Besitzer unseres Hostels zufällig dort arbeitet und uns vorschlug, uns ein bisschen herumzuführen.

    Dieses Angebot nahmen wir natürlich dankend an.

    Er war wahrscheinlich der reichste Ghanaer, den wir getroffen haben. Schicke Klamotten, ein sehr gut ausgestattetes Auto, mehrere Unterkünfte und ein Taxiunternehmen sind nur die Dinge von denen wir wussten, dass sie ihm gehören. Ich wette, seine weiteren Besitztümer gehen weit darüber hinaus.


    Der Damm an sich war leider nicht so spektakulär, wie ich mir erhofft hatte.

    Sehr interessant zwar, aber nicht wirklich mitreißend. Unser „Guide“ machte das aber mit seinen Erzählungen wieder wett.

    Man merkte richtig das Feuer in ihm, wenn er über den Damm sprach. Jemand, der so verliebt in seinen Job ist, verdient es auch, damit erfolgreich
    zu sein, meiner Meinung nach.

    Den restlichen Abend verbrachten wir alle im Hostel, denn dort hatten wir seit längerer Zeit mal wieder eine Klimaanlage, WLAN und eine ordentliche Dusche. Das tat uns auch mal gut 😀

    6.Reisziel: ADA-FOA

    11. Tag

    Unser nächster Stop sollte Ada-Foa werden, eine Gegend, in der der Volta Fluss in den Atlantik fließt.

    Der Plan war eigentlich, eine kleine Fähre zu nehmen und damit den Fluss entlang entspannt nach Ada zu fahren.

    Nach einigen Telefonaten mit Einheimischen und anderen Reisenden, die wir unterwegs getroffen hatten, stellte sich aber heraus, dass die Fähre Motorprobleme hatte und somit gar nicht erst fuhr..

    So handelten wir mit „unserem“ Taxifahrer“ (er fuhr uns öfter in Akosombo und Kpong herum) einen Deal aus, dass er uns für 300 Cedi nach Ada fährt, da wir alle keine Lust hatten, diese Strecke mit dem Trotro zu fahren.

    Leider war das Hostel „Meet me there“, welches uns von vielen Seiten empfohlen wurde, schon ausgebucht und so waren wir gezwungen, in ein anderes zu gehen.

    Wir machten uns recht schnell auf in Richtung Voltasee, wo uns verschiedene Wassersportangebote versprochen wurden.

    Da wir zu dritt waren (der vierte Mann fühlte sich nicht so gut und blieb im Hostel) entschieden wir uns, ein Kanu auszuleihen und etwas über den See zu rudern.

    Rein optisch war es eine sehr reiche Gegend mit unzähligen Ferienhäusern, Booten, Jetskies und verschiedenen Hotels. Das alles war sehr schön anzusehen und hat zum Träumen eingeladen.

    Anstrengend war es trotzdem. Ich sah es aber als ein kleines Oberkörpertraining, da ich ansonsten kaum trainiert habe 😉


    Den Abend ließen wir am Lagerfeuer mit ein paar Flaschen Bier und sehr lustigen und interessanten Gesprächen ausklingen.

    7. Reisziel: ACCRA

    12. Tag

    Ursprünglich wollten wir zwei Nächte in Ada bleiben.

    Da wir alle aber nicht sehr zufrieden mit dem Hostel waren, entschieden wir spontan, nach einer kurzen, geführten Tour zum Crocodile Island, Ada noch am selben Tag in Richtung Accra zu verlassen.

    Ein letztes Mal Trotro fahren…

    Wir suchten nach einem entspannten Hostel, in dem wir den Urlaub ausklingen und die letzten beiden Tage in Accra genießen konnten.

    Es hatte einen eigenen Pool mit Poolbar, eine Klimaanlage im Zimmer und eine schöne Aussicht vom Balkon.

    Das Hostel hieß „Somewhere nice“. Den Taxi- und Uberfahrern zu erklären, dass sie uns zum Hostel fahren und nicht irgendwo hin, wo es ihnen gefällt, war teilweise schwer, aber sehr amüsant.


    „Can you take us to Somewhere nice?“

    Yeah sure I know a place or two!“


    13.- 15. Tag

    Wir unternahmen nicht mehr viel, verbrachten einige Zeit am Pool und auf den Liegestühlen, spielten Spiele und verbrachten Zeit mit den anderen Hostelgästen (viele Deutsche).

    Einen kleinen Ausflug nach Jamestown unternahmen wir noch, da unser später angereister Freund dort noch nicht war.

    Außerdem besuchten wir noch den Makola Market, der mich komplett überraschte.

    Ghana
    Makola Market

    Tausende kleine Stände waren aufgebaut, die Straßen wimmelten von Menschen. Verkauft wurde zwar meiner Meinung nach nichts wirklich brauchbares, aber alleine der Anblick der Straßen und Gebäude war den Besuch wert.


    Das Ende der Reise

    Nach 15 Tagen und 10 verbrauchten Flaschen Anti-Brumm (unser Anti-Moskito-Spray) ging am 26.03. mein Flug spät abends zurück nach Deutschland.

    Die anderen drei waren schon abgeflogen (zwei davon flogen nach Bremen, einer einen Tag früher nach Frankfurt) und so war ich der ‚Last man standing‘ von uns in Ghana.

    Ich hatte Zeit, die Erlebnisse Revue passieren zu lassen und schaute mir die geschossenen Bilder auf meinem Handy an.


    Alles in allem war die Reise, trotz so mancher Anstrengungen, unglaublich schön, mit sensationellen Erlebnissen und voller Erfahrungen.

    Die Kultur dort ist eine ganz eigene und die Menschen sind so freundlich, aufgeschlossen und warmherzig. So etwas findet man in Deutschland leider viel zu selten.

    Außerdem zeigte es mir einmal mehr, wie gut es uns hier in Europa doch geht.

    Ich habe gelernt, die Dinge wieder mehr zu schätzen, die ich nach einer Weile leider als selbstverständlich ansah.

    Danke Ghana für die tolle Zeit!

    Danke auch an Peter, Tobi und Tom, die diese Reise mit mir erlebt und sie in diesem Ausmaß möglich gemacht haben.

    Be grateful! Even for the small things in life!

    Dein Luka von LuCalisthenics

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